Boston

Freedom Trail in Boston

08. Oktober 2017

Unser Hotel liegt nur 10 Minuten mit dem Auto vom Stadtzentrum entfernt, aber viel zu weit zum Laufen. Da um unser Hotel herum nur Schnellstrassen waren konnten wir auch zu keiner U-Bahn laufen. Also ging es mit dem Auto in die Stadt. Da wir wieder vor 9 dort waren bekamen wir problemlos noch einen Parkplatz, der am Sonntag sogar kostenlos war.


Ausgangspunkt für unsere Stadtbesichtigung war der Boston Common, ein grosser Park mitten in der Stadt mit unglaublich vielen zutraulichen Eichhörnchen. Zuerst suchten wir die Enten aus dem Buch "Make way for ducklings". Dieses Kinderbuch wurde 1941 veröffentlicht und ist seitdem im englischsprachigen Raum ein Klassiker. Es geht um ein Entenpärchen, das seine Kinder im Bostoner Common aufzieht. Dem Schriftsteller wurde mit den Enten ein Denkmal gesetzt.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Boston befinden sich am sogenannten Freedom Trail. Wie nicht anders zu erwarten, dreht sich vieles um die Ereignisse vor und nach der Bostoner Tea Party. Die Bostoner Patrioten wollten die Zölle nicht akzeptieren die von England auf den eingeführten Tee erhoben wurden. Der Streit gipfelte darin, dass als Indianer verkleidete Bostoner im Dezember 1773 drei Kisten Tee der Ostindien Kompanie in den Hafen schütteten. Diese und weitere folgende Provokationen führten dann letzendlich zum Unabhängigkeits-krieg gegen England. Alle Sehenswürdigkeit sind durch eine rote Linie die sich durch die ganze Stadt zieht verbunden und dadurch ganz leicht zu finden.

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Der Freedom Trail

Massachusetts State House

Eine Kirche in der die Patrioten Versammlungen abhielten

Das Old state house, das älteste öffentliche Gebäude der Stadt (erbaut 1713). 1776 wurde hier vom Balkon aus die amerikanische Unabhängigkeitserklärung verlesen.

Der Quincy Markt lag direkt auf der Strecke und wir konnten dort Mittag essen. Dieses alte historische Gebäude beherbergt unzählige Ess-Stände an denen man von Chinesisch und Japanisch über Pizza und Lobster bis zu den allgegenwärtigen Clam chowders (Muschelsuppe) alles essen kann.



Gestärkt ging es dann weiter auf dem Freedom Trail. An einer abgesperrten Strasse warteten viele Leute und ich fragte einen Polizisten was hier passiert. Man wartete auf die Columbus Day Parade, die wir dann natürlich auch sehen wollten. Nach einer halben Stunde ging es los und verschiedeneGruppen zogen an uns vorbei: Wahlkampfteams, Militärautosammler und Marching Bands. Eine bunte und lustige Mischung.

Der Freedom Trail endet an der USS Constitution, dem ältesten Schiff der US Navy, welches früher viele Seeschlachten bestritten und gewonnen hat. Es wird heute noch für repräsentative Zwecke eingesetzt. Bevor wir das Schiff besichtigen durften, mussten wir erst durch eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Für den Rückweg nahmen wir dann die Fähre, aber es war trotzdem noch ein ziemlicher Fussmarsch bis zum Auto.


Hier noch ein paar Eindrücke von Boston Downtown:

Boston hat uns sehr gefallen. Es fällt auf, dass die Leute extrem freundlich sind. Wir werden oft gefragt wo wir her kommen und die meisten fragen grad nach, wenn wir sagen wir kämen "from Switzerland" welche Sprache wir denn sprechen. Einer wusste sogar, dass es in der Schweiz auch noch rätoromanisch gibt. Alle freuen sich, dass wir herumreisen und heissen uns willkommen. Das Wetter hat auch mitgespielt, obwohl es auf den Bildern etwas düster aussieht. Es war eigentlich den ganzen Tag Regen angesagt, aber es hat letzendlich nur ab und zu leicht und über Mittag etwas stärker geregnet. Ausserdem war es immernoch ca. 25 Grad warm, also gut auszuhalten. Alle Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuss erreichen und es gibt neben den ganzen Wolkenkratzern immer wieder sehr alte historische Gebäude die sehr gut erhalten sind.